IefTina April 23, 2008 'Sperrfrist' oder 'Lockup' bezeichnet die Abmachung zwischen einem Unternehmen und Aktionären, Aktien für eine vereinbarte Zeit nicht zu verkaufen. Usus scheinen solche Vereinbarungen bei IPOs mit den Altaktionären zu sein - also z.B. innerhalb 12 Monaten nach IPO kein Verkauf aus Beständen der Altaktionäre. Es soll wohl festzustellen sein, dass die Kurse in der Nähe des Sperrfrist-Ende abnehmen. Eine Begründung sucht man im Diversivizierungswillen von Altktionären - unter der Annahme dass diese viel Geld in der Aktie haben und einen Teil davon in andere Bereiche abziehen wollen. Naja, wenn dem so ist lässt sich über Short ja der schnelle Schilling machen, oder? Mit meinen Recherchen bin ich noch nicht weit gekommen. Deshalb - was ist eure Meinung, Beobachtungen, Erfahrungen zu dieser Strategie? Was wären die Kriterien an das Underlying, um so einen Zock zu wagen? Hat jemand Daten über Lockup-Fristen und kann mal eine Stichprobe testen? Rechnet sich der Effekt überhaupt bezüglich Chance/Risikoverhältnis? Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
caspar April 23, 2008 · bearbeitet April 23, 2008 von caspar ist grundsaetzliches ein spannendes thema, aber schwer zu durchschaun...gerade im freiverkehr wird ja regelrecht mit sperrfristen geprahlt, um damit serioesität zu signalisieren (die evtl. nicht vorhanden ist) entscheidend waere erst mal zu klären: wie bindend sind sperrfristen, was sind gesetzliche konsequenzen? beispiel neuer markt: damal waren sperrfirsten teil der verpflichtung, um ueberhaupt in den neuen markt aufgenommen zu werden...sie hatte quasi eine art zivilrechtlichen character auf grund eines vertrages zwischen unternehmen und boers in bekannten faellen wurde die sperrfrist bewusst umgangen/unterwandert...bestes beispiel wohl em-tv....ins gefaengniss fuer den vorzeitigen verkauf musste der firmengruender wohl nicht...aber gabs ueberhaupt eine strafe? geldstrafe? 30.000 euro? falls in diesem bereich wirds der gute mann wohl verkraftet haben heute im freiverkehr: ein halbserioeses freiverkehrsunternehmen prahlt mit zweijaehrigen sperrfirsten..wie ueberpruefen, wenns nicht mal ein emissionsprospekt gibt? es geht also um die frage der a) ueberpruefbarkeit, B) effektivität der sperrfrist und/oder kontrolle/bestrafung zu deiner theorie bzgl kurs kann ich dir folgende studie/wissenschaftliche arbeit der uni frankfurt ans herz legen, die zu neuen markt zeiten gemacht wurde(2000) und grundsaetzlich deinen beobachteten zusammenhang bestaetigt.... lockup.pdf ps: falls du noch aktuellere dokumente hast...HER DAMIT lg cas Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag